Samstag, 8. März 2025

Pflege und Job: Ein Spagat auf dünnem Seil 🤹‍♂️💼

 



Frage zum Start:

Kennst du das Gefühl, im Alltag ständig zwischen Beruf und Pflege hin- und hergerissen zu sein? Wie schaffst du es, diese Balance zu halten?

Einleitung: Arbeiten gehen, als wäre alles normal – während zu Hause ein geliebter Mensch Pflege braucht. Das klingt herausfordernd? Ist es auch. Viele pflegende Angehörige stehen täglich vor einem Spagat: Vollzeitjob auf der einen Seite, Pflegeverantwortung auf der anderen. Das fühlt sich oft an wie ein Balanceakt auf einem dünnen Seil – ohne Netz und doppelten Boden. 🎪 Die Frage lautet nicht nur: „Wie schaffe ich das?“ Sondern auch: „Wie lange schaffe ich das?“

Die unsichtbare Belastung: Doppelter Job ohne Pause

Pflegende Angehörige leisten oft einen Fulltime-Job, bevor der „eigentliche“ Arbeitstag überhaupt beginnt:

  • Morgens: Medikamente richten, Frühstück machen, Hilfe beim Anziehen.
  • Tagsüber: Arbeiten mit dem Gedanken: „Geht's zu Hause gerade gut?“
  • Abende: Nach der Arbeit wieder „Schichtwechsel“ – aber ohne Feierabend.

Das Problem?

Viele Arbeitgeber :innen wissen nicht, was ihre Angestellten privat leisten. Pflege bleibt oft ein unsichtbares Thema – aus Angst, als weniger leistungsfähig zu gelten.

Eine kleine Geschichte: „Der Zoom-Call und der Papagei“ 🦜

Sabine arbeitet im Homeoffice und pflegt ihren Vater. Sie haben versucht, beides unter einen Hut zu bekommen. Eines Tages hat sie ein wichtiges Zoom-Meeting mit dem Chef. Alles läuft glatt, bis ihr Vater plötzlich ruft: „Sabine! Der Papagei ist weg!“ Sabine (panisch flüsternd): „Wir haben doch gar keinen Papagei!“ Der Chef runzelt die Stirn. In dem Moment watschelt der Papagei – ein sprechendes Stofftier, das ihr Vater im Schrank gefunden hat – durchs Bild und ruft: „Hilfe!“ Ich bin ein Vogel in Not!“ Stille. Dann lacht der Chef. Sabine auch. Manchmal ist Humor der einzige Weg, das Seil untter dem Spagat nicht ganz so dünn erscheinen zu lassen. 😂

 

 Herausforderungen für Berufstätige mit Pflegeverantwortung

  1. Zeitdruck: Der Tag hat nur 24 Stunden – aber Pflege und Job verlangen oft 30.
  2. Emotionale Belastung: Konzentration im Job, während die Gedanken ständig bei der pflegebedürftigen Person sind.
  3. Fehlende Unterstützung: Wenig Verständnis im Job, wenn Pflege „dazwischenkommt“.
  4. Schuldgefühle: „Bin ich im Job zu abgelenkt?“ „Vernachlässige ich zu Hause etwas?“

Tipps: Wie der Balanceakt gelingen kann

  1. Offen mit dem Arbeitgeber sprechen: Viele Unternehmen bieten flexible Arbeitszeiten oder Homeoffice-Optionen an. Aber: Nur wenn sie wissen, dass es nötig ist.
  2. Rechtliche Möglichkeiten kennen: Pflegekarenz oder Pflegeteilzeit beantragen. Sonderurlaub in Notfällen nutzen. Informiere dich über gesetzliche Regelungen zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf.
  3. Aufgaben delegieren – auch im Job: Du musst nicht überall 100 % geben. Priorisieren und verteilen Sie Aufgaben, wo es möglich ist.
  4. Pausen einplanen: Kurze Auszeiten sind keine „Zeitverschwendung“, sondern Überlebensstrategie. ☕🌳
  5. Netzwerke nutzen: Selbsthilfegruppen, Pflegeberatungen oder auch Kolleg :innen , die ähnliche Erfahrungen haben. Austausch entlastet.

Emotionale Balance: Perfektion ist nicht das Ziel

Der größte Druck entsteht oft im eigenen Kopf:

  • „Ich muss alles schaffen.“
  • „Ich darf keine Schwäche zeigen.“ Doch hier ist die Wahrheit: Niemand schafft alles perfekt. Du bist nicht weniger wert, wenn du mal eine Aufgabe nicht schaffst – weder im Job noch in der Pflege.

Tipp: Manchmal hilft es, den inneren Perfektionisten in Rente zu schicken. 👋

 

Wenn Humor der Rettungsanker ist

  • Der Kaffee landet im Kühlschrank? Lachen.
  • Der Wocheneinkauf besteht nur aus Katzenfutter (obwohl du keine Katze hast)? Lachen.
  • Das Meeting läuft perfekt, bis der „Papagei“ auftaucht? Lachen.

Humor ist kein Zeichen von Schwäche. Er ist ein Werkzeug, um den Alltag zu überleben. 😄

Erinnerung:

In meinem Buch „Unser Leben zu dritt, die Demenz, er und ich“ erzähle ich von den Momenten, in denen ich dachte: „Ich kann nicht mehr.“ Aber ich habe gelernt: Es geht nicht darum, immer stark zu sein. Es geht darum, weiterzumachen – auch wenn man mal schwankt.

Abschluss:

Pflege und Beruf zu Vereinen ist ein Kraftakt. Aber du musst ihn nicht allein bewältigen. Sprich über deine Belastung, suche Unterstützung und erlaube dir, auch mal loszulassen. Denn am Ende des Tages bist du nicht „nur“ Pflegeperson oder Arbeitnehmer :in . Du bist Mensch. ❤️

Frage:

Wie schaffst du den Spagat zwischen Job und Pflege? Hast du Tipps, die anderen helfen könnten? Oder möchtest du einfach deine Erfahrungen teilen? Ich freue mich auf deinen Beitrag! 💬


Montag, 3. März 2025

Pflege in Patchwork-Familien: Wer ist eigentlich verantwortlich? 🧩

 

Frage zum Start:

Hast du in deiner Familie schon einmal erlebt, dass Pflege zur „Teamaufgabe“ wurde – aber plötzlich wusste niemand so richtig, wer was machen sollte?

Einleitung:

Patchwork-Familien sind bunt, vielfältig und oft wunderbar chaotisch. Doch wenn es um das Thema Pflege geht, wird aus diesem bunten Mosaik schnell ein komplexes Puzzle.
Wer ist zuständig? Die leiblichen Kinder? Die Stiefkinder? Der neue Partner oder die Ex-Partnerin?
Das Ergebnis: Jeder :r fühlt sich bis zu einem gewissen Grad verantwortlich – aber niemand so richtig. 🤷‍♂️🤷‍♀️
Pflege in Patchwork-Familien ist nicht nur eine organisatorische Herausforderung, sondern vor allem eine emotionale.

Das emotionale Minenfeld: Pflege trifft Familiengeschichte

In Patchwork-Konstellationen gibt es oft ungelöste Spannungen aus der Vergangenheit .

  • Alte Konflikte, die nie richtig besprochen wurden.
  • „Verborgene“ Eifersucht: „Warum kümmerte sie sich mehr um ihren Stiefvater als um ihren eigenen?“
  • Unterschiedliche Erwartungen: „Ich dachte, du regelst das.“„Wieso ich? Das ist doch DEINE Mutter.“

Die Pflege wird so schnell zur Bühne für alte Konflikte. Das Problem? Die Hauptrolle sollte eigentlich der pflegebedürftige Mensch spielen – nicht die Familiengeschichte.


Eine kleine Geschichte: 

„Die Tupperdose des Anstoßes“ 🥴Sabine, ihr Ex-Mann Martin und Martins neue Partnerin Jana kümmern sich gemeinsam um Martins Mutter. Ein echtes Patchwork-Pflegeprojekt.

Eines Tages gibt es Streit – aber nicht über die Pflege, die Medikamente oder den Pflegedienst. Nein, der Streit entbrennt wegen… einer Tupperdose.
Martin: „Das ist meine Dose!“
Jana: „Nein, die gehört Sabine.“
Sabine: „Ehrlich gesagt ist es mir egal, wer sie kauft, solange jemand den Salat darin mitbringt.“

Nach einem Moment betretenen Schweigens fangen alle an zu lachen. Weil es nicht um die Tupperdose geht. Sondern um all die unausgesprochenen Dinge dahinter.

Und genau das passiert oft in Patchwork-Familien: Der eigentliche Stress ist nicht der Salat, sondern die Vergangenheit. 🥗


Herausforderungen in der Patchwork-Pflege

  1. Unklare Zuständigkeiten:
    Niemand weiß genau, wer wofür verantwortlich ist.
  2. Emotionale Altlasten:
    Alte Konflikte, unausgesprochene Vorwürfe oder Eifersucht machen die Pflege zusätzlich schwer.
  3. Unterschiedliche Vorstellungen von „richtiger“ Pflege:
    „Ich finde, Mama braucht einen Pflegedienst.“
    „Quatsch, ich mache das schon.“
    Ergebnis? Streit – und der Fokus geht verloren.
  4. Das unsichtbare Schuldgefühl:
    Viele fühlen sich schuldig, weil sie das Gefühl haben, nicht genug zu tun. Oder weil sie glauben, „bessere“ Kinder, Partner :innen oder Stiefeltern sein zu müssen.

Tipps: Wie Pflege in Patchwork-Familien gelingen kann

  1. Klartext reden – auch wenn's unbequem ist:
    Offene Gespräche helfen, Missverständnisse zu vermeiden. Wer übernimmt welche Aufgabe? Wer braucht Unterstützung?
  2. Rollen definieren:
    Nicht jeder muss alles machen. Verteile die Aufgaben so, dass sie zu den Stärken der einzelnen Personen passen.
  3. Emotionen ernst nehmen:
    Es ist okay, wenn alte Konflikte hochkommen. Aber: Nicht während des Pflegethemas austragen. Holt euch ggf. Unterstützung (Mediation, Familienberatung).
  4. Humor als Ventil:
    Manchmal hilft ein Lachen mehr als ein langes Gespräch. Nicht, weil die Situation lustig ist – sondern weil Humor entlastet ist. 😂
  5. Das Ziel nicht aus den Augen verlieren:
    Es geht nicht darum, alte Rechnungen zu begleichen. Es geht darum, dass der Mensch, der Pflege braucht, gut versorgt ist.

Pflege bedeutet nicht immer „lieben“ – aber respektieren

In Patchwork-Familien muss man nicht alle lieben. Aber es hilft, wenn man sie respektiert.
Respekt bedeutet:

  • Zuhören, auch wenn man anderer Meinung ist.
  • Kompromisse finden, auch wenn's schwerfällt.
  • Akzeptieren, dass nicht jeder die gleiche Kunst hat, Liebe oder Fürsorge zu zeigen.


Abschluss:

Pflege in Patchwork-Familien ist oft kompliziert. Aber auch komplizierte Familien können ein gutes Team sein – wenn sie es wollen.
Denn Pflege ist nicht die Aufgabe von Einzelnen. Sie ist Teamarbeit. 💪

Frage:

Kennst du Pflegekonflikte in Patchwork-Familien? Welche Lösungen haben bei dir funktioniert? Oder hast du eine Erfahrung, die du teilen möchtest? Deine Geschichte könnte anderen helfen, die gerade mitten im „Pflege-Patchwork“ stecken. 💬


Montag, 24. Februar 2025

Demenz ist nicht nur eine Altersfrage: Junge Menschen mit Demenz begleiten 🧠✨



Frage zum Start:

Hast du schon einmal jemanden getroffen, der jung ist und an Demenz erkrankt war? Wie hast du die Situation erlebt?


Einleitung:
Wenn wir an Demenz denken, haben wir oft das Bild älterer Menschen vor Augen, die ihre Erinnerungen langsam verlieren. Doch Demenz ist kein exklusives „Altersproblem“. Es gibt Menschen, die bereits mit 40, 50 oder sogar noch jünger an Demenz erkrankt sind.
Diese früh einsetzende Demenz stellt Angehörige vor ganz eigene Herausforderungen – emotional, organisatorisch und gesellschaftlich. Denn wir haben schon erwartet, dass jemand in den besten Jahren plötzlich vergisst, wie man den Herd bedient? 🔄


Wenn das Leben zu früh aus der Spur gerät

Junge Menschen mit Demenz stehen oft mitten im Leben:

  • Sie haben Karrierepläne, kleine Kinder, einen vollen Terminkalender.
  • Sie sind sportlich aktiv, sozial eingebunden – und dann verändert sich alles.

Für Angehörige ist das oft ein Schock:

  • „Das kann doch nicht sein.“ Er ist doch erst 45!“
  • „Sie war immer so organisiert. Wie kann sie jetzt den Weg nach Hause nicht finden?“

Die gesellschaftliche Unsichtbarkeit dieser Form der Demenz macht es noch schwerer. Viele Ärzte denken bei den ersten Symptomen nicht sofort an Demenz, sondern vermuten Stress, Depression oder Burnout.


Eine kleine Geschichte: „Der Kühlschrank-Moment“ 🥛

Tom ist 38. Er hat gerade eine neue Stelle begonnen, als ihm plötzlich immer mehr kleine Fehler passieren. Er vergisst Meetings, kann sich nicht an PIN-Codes erinnern. Seine Frau Laura denkt zuerst: „Er ist einfach überarbeitet.“
Eines Tages findet sie im Kühlschrank nicht das übliche Gemüse… sondern Toms Autoschlüssel, sein Handy und – warum auch immer – eine Fernbedienung.
Sie lachen beide. „Das ist meine neue Art, die Sachen frisch zu halten“, sagt Tom. 😄
Doch das Lachen bleibt ihnen im Hals stecken, als klar wird: Das ist mehr als nur Stress.


Herausforderungen für Angehörige

Pflegende Angehörige von jungen Menschen mit Demenz stehen vor einer doppelten Belastung:

  1. Emotionale Herausforderung:
    • Der Partner ist noch jung – das Gefühl von „Das ist unfair!“ ist ständig präsent.
    • Die Trauer um das „verlorene Zukunftsbild“.
  2. Organisatorische Herausforderung:
    • Berufliche Verpflichtungen, finanzielle Unsicherheit, Betreuung von Kindern.
    • Ein Alltag, der sich komplett neu sortieren muss.
  3. Gesellschaftliche Herausforderung:
    • Wenig Verständnis im Umfeld: „Der sieht doch fit aus!“
    • Kaum spezialisierte Angebote für junge Menschen mit Demenz.

Tipps für den Umgang mit früh einsetzender Demenz

  1. Akzeptanz zulassen:
    Es ist okay, wütend, traurig oder frustriert zu sein. Diese Gefühle dürfen da sein.
  2. Offene Kommunikation:
    Sprich mit Freunden :innen und Familie über das, was passiert. Verstecken hilft niemandem. 🗣️
  3. Routinen schaffen:
    Klare Strukturen geben Sicherheit – nicht nur der betroffenen Person, sondern auch dir.
  4. Professionelle Hilfe suchen:
    Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und therapeutische Unterstützung können den Alltag erleichtern.
  5. Sich selbst nicht vergessen:
    Auch wenn du für jemanden da bist: Du bist auch noch da. Deine Bedürfnisse zählen.

Wenn der Humor bleibt, auch wenn Erinnerungen verschwinden

Oft hilft Humor, um mit der neuen Realität umzugehen.

  • Der Kühlschrank wird zum „geheimen Safe“.
  • Der vergessene Einkauf zur „ungeplanten Fastenaktion“.
  • Das verlorene Handy? Vielleicht spricht es ja bald von selbst, wenn es gefunden wird. 😂

Humor ist kein Zeichen von Respektlosigkeit. Er ist ein Rettungsanker.


Erinnerung:

In meinem Buch „Unser Leben zu dritt, die Demenz, er und ich“ erzähle ich von Momenten, in denen ich gemerkt habe: Nicht die Diagnose definiert den Menschen, sondern die Verbindung, die bleibt.


Abschluss:

Demenz ist nicht nur eine Altersfrage. Sie ist eine Herausforderung für das Herz – egal, in welchem ​​Lebensabschnitt.
Doch auch wenn Erinnerungen verblassen: Liebe bleibt. Nähe bleibt. Menschlichkeit bleibt. ❤️

Frage zur Interaktion:
Kennst du jemanden, der jung an Demenz erkrankt ist? Wie bist du mit der Situation umgegangen? Oder hast du Fragen zu diesem Thema? Teile deine Gedanken – gemeinsam finden wir Wege. 💬

 


Donnerstag, 20. Februar 2025

Frage zum Start: Hast du schon einmal das Gefühl gehabt, zwischen zwei Menschen „zerrissen“ zu sein, Frage zum Start: Hast du schon einmal das Gefühl gehabt, zwischen zwei Menschen „zerrissen“ zu sein, weil beide deine Unterstützung brauchen? Wie bist du damit umgegangen? Einleitung: Pflegende Angehörige sind oft wahre Multitasking-Held :innen . Doch was passiert, wenn man nicht nur für eine Person sorgt, sondern gleich für zwei geliebte Menschen – den eigenen Partner oder die Partnerin und die Eltern? Das ist wie ein Jonglierakt mit brennenden Fackeln. 🎪 Einerseits die Fürsorge für die Menschen, mit dem Mann sein Leben teilt, andererseits die Verantwortung gegenüber den eigenen Eltern. Das Herz ist doppelt belastet, die Zeit halbiert – und der eigene Akku oft leer. Die „Sandwich-Generation“: Zerrissen zwischen den Generationen Menschen, die gleichzeitig für Partner :in und Eltern sorgen, gehören oft zur sogenannten „Sandwich-Generation“. Sie befinden sich zwischen zwei Pflegebedürftigen – und manchmal sogar noch mit Kindern dazwischen. Emotional: Man will allen gerecht werden – aber das Gefühl, nie genug zu tun, nagt. Organisatorisch: Arzttermine hier, Pflegeplanung da – der Kalender wird zum Feind. Körperlich: Erschöpfung, Schlafmangel und keine Zeit für sich selbst. Und dann gibt es da noch diese leise Stimme im Kopf: „Ich darf mich nicht beschweren." "Andere haben es schlimmer.“ Doch genau das ist der Trugschluss. Pflege ist Pflege. Belastung ist Belastung. Punkt. Eine kleine Geschichte: „Das Marmeladen-Desaster“ 🍓 Claudia kümmert sich um ihren demenzkranken Vater und ihren Mann, der nach einem Schlaganfall Unterstützung braucht. An einem Dienstagmorgen versuchte sie, Frühstück für beide zuzubereiten – während sie gleichzeitig versuchte, einen Arzttermin am Handy zu koordinieren. Ihr Vater streicht fröhlich Marmelade auf den Küchenschrank, weil er dachte, es sei ein „sehr flacher Teller“. Ihr Mann ruft: „Claudia, ich glaube, der Toaster brennt!“ (Spoiler: Es war nur das Radio.) Mitten im Chaos ruft sie: „Ich kündige!“ Ich nehme meinen Urlaubsschein und gehe ins Zeugenschutzprogramm!“ 😂 Alle lachen. Auch Claudia. Denn in diesem Moment erkennt sie: Perfektion ist überbewertet – und Humor ein Lebensretter. Tipps für den Pflege-Doppelschlag Prioritäten setzen – und zwar realistisch: Du bist keine Maschine. Nicht jeder Tag muss produktiv sein. Manchmal reicht es, wenn niemand Marmelade auf den Kühlschrank schmiert. Aufgaben delegieren: Ja, das klingt klischeehaft – aber: Du musst NICHT alles selbst machen. Auch kleine Hilfe von außen (Nachbar :innen, Freund :innen, Pflegekräfte) entlastet. Selbstfürsorge ist Pflicht, kein Luxus: Ein heißer Kaffee in Ruhe? Ein Spaziergang alleine? Das ist keine Zeitverschwendung – das ist Auftanken. ☕🌳 Kommunikation ist der Schlüssel: Sprich offen mit beiden Parteien – Partner :in und Eltern. Oft willst du dich gar nicht so sehr belasten, wie du denkst. Pflege-Tagebuch führen: Nicht nur zur Organisation, sondern auch als Ventil für deine Gedanken. Emotionale Balance: Wenn das Herz hin- und hergerissen ist Die größte Herausforderung ist oft nicht die Organisation, sondern das emotionale Gewicht: Die Angst, jemanden zu vernachlässigen. Die Trauer, wenn man sieht, wie geliebte Menschen abbauen. Das Schuldgefühl, wenn man sich mal überfordert fühlt. Tipp: Erinnere dich: Du bist nicht für den Verlauf der Krankheit verantwortlich. Nur für deine Liebe – und die gibst du bereits jeden Tag. ❤️ Erinnerung: In meinem Buch „Unser Leben zu dritt, die Demenz, er und ich“ erzähle ich von den Momenten, in denen ich dachte: „Das schaffe ich nicht mehr.“ Und doch habe ich es geschafft – weil Liebe nicht immer perfekt sein muss. Sie müssen nur da sein. Abschluss: Wenn du zwischen zwei Menschen hin- und hergerissen bist, vergiss nicht: Du bist nicht der Kleber, der alles zusammenhält. Du bist ein Teil des Ganzen – und du darfst selbst mal bröckeln, ohne kaputtzugehen. Frage zur Interaktion: Kennst du das Gefühl, „zwischen den Stühlen“ zu sitzen, wenn es um die Pflege von Partner :in und Eltern geht? Welche Strategien helfen dir, dich nicht selbst zu verlieren? Teile deine Erfahrungen – du bist nicht allein

Samstag, 8. Februar 2025

Pflege auf Distanz: Wenn man nur übers Telefon helfen kann 📱🏡

Erarbeitet - Hanna Fiedler mit Unterstützung der KI
Frage zum Start: 

Warst du schon einmal in der Situation, dass du dich um einen geliebten Menschen kümmern musstest – aber nur aus der Ferne? Wie hast du das gemeistert? 

Einleitung: 

Pflege hat viele Gesichter. Manchmal bedeutet es, rund um die Uhr vor Ort zu sein. Und manchmal heißt Pflege: Anrufen. Erinnern. Organisieren. Trösten - Aus der Ferne. 🌍 Pflege auf Distanz fühlt sich oft an, als wolle man einen Wasserhahn mit einem Strohhalm reparieren – man gibt sich alle Mühe, aber der direkte Zugriff fehlt. Die Sorge ist da, die Verantwortung auch, doch die eigenen Hände sind weit weg. 

Die Herausforderung: Verantwortung ohne Kontrolle, Pflege aus der Ferne ist eine emotionale Achterbahnfahrt. 🎢 • Du weißt nicht, was wirklich passiert. • Du stellst Fragen, bekommst aber oft nur vage Antworten. • Du organisierst, koordinierst – und fühlst dich trotzdem machtlos. Hinzu kommt das schlechte Gewissen, weil du „nicht da“ bist. Aber: Pflege bedeutet nicht, physisch präsent zu sein. Es bedeutet, da zu sein – egal wie. ❤️ 

Eine kleine Geschichte: 


„Das Missverständnis mit dem Staubsauger“ 😂 Anna lebt 300 Kilometer von ihrer Mutter entfernt. Ihre Mutter, Anfang 80, lebt noch allein, braucht aber Unterstützung. Anna ruft täglich an. Eines Tages klingt ihre Mutter am Telefon sehr aufgeregt: „Der Staubsauger ist kaputt! Er macht komische Geräusche!“ Anna versucht, die Situation aus der Ferne zu lösen: „Hast du den Beutel geleert?“  „Hast du nachgesehen, ob was im Schlauch steckt?“  „Ist er richtig eingesteckt?“ 
Nach 20 Minuten Detektivarbeit durchs Telefon gibt Annas Mutter plötzlich zu: „Ach, warte mal… ich glaube, ich habe den Fernseher angemacht und den Staubsauger nur daneben gestellt.“ 🤦‍♀️Ihre Mutter auch. Manchmal ist das beste „Pflegemittel“ ein gemeinsames Lachen – auch aus der Ferne.

Tipps für die Pflege auf Distanz 

1. Regelmäßige Check-ins: Rufe nicht nur an, wenn es Probleme gibt. Ein tägliches „Wie geht's dir?“ kann Wunder wirken. 🗓️ 

2. Videoanrufe statt nur Telefon: Man sieht oft mehr, als man hört. Ein Blick ins Gesicht sagt mehr als tausend Worte. 📹 

3. Netzwerke vor Ort nutzen: Nachbarn, Freund:innen oder Pflegekräfte können „verlängerte Arme“ sein. Scheue dich nicht, um Unterstützung zu bitten. 

4. Listen und Erinnerungen: Erstelle einfache To-do-Listen oder nutze digitale Erinnerungen. Das hilft, den Überblick zu behalten. 📋 

5. Krisenplan bereithalten: Was tun, wenn du plötzlich vor Ort sein musst? Ein klarer Plan reduziert den Stress im Notfall. 🚨 

Das emotionale Auf und AbZwischen Fürsorge und Ohnmacht


 Pflege aus der Ferne fühlt sich oft an, als würdest du versuchen, ein Feuer mit einem Glas Wasser zu löschen.

 Frust: Du willst helfen, aber kannst nicht „richtig“ eingreifen. •

Sorge: Was, wenn du nicht merkst, dass es schlimmer wird? •

Schuldgefühle: „Wäre es anders, wenn ich da wäre?“ 

Tipp: 

Erinnere dich: Du tust, was du kannst. Und das reicht
Es gibt keine perfekte Pflege – auch nicht vor Ort. 

Die emotionale Verbindung bleibt – trotz Distanz. Pflege auf Distanz ist oft auch ein Lernprozess. 

Loslassen, was du nicht kontrollieren kannst. 

Annehmen, dass „gut genug“ oft das Beste ist, was du geben kannst. 

Erkennen, dass emotionale Nähe keine Entfernung und schon gar nicht den Begriff „Kilometer“ kennt.

Abschluss: Pflege ist nicht an einen Ort gebunden. Sie passiert dort, wo Liebe ist – selbst, wenn es „nur“ am anderen Ende der Telefonleitung ist. 📞💚 

Übrigens: 

Hast du Erfahrungen mit Pflege auf Distanz? Welche Strategien haben dir geholfen, dich weniger machtlos zu fühlen? Teile deine Tipps – vielleicht helfen sie jemandem, der gerade in derselben Situation steckt. ✨

Dienstag, 4. Februar 2025

Gestaltet: Hanna Fiedler, mit Unterstützung der KI
 

Zwischen den Generationen: Wenn Kinder zu Pflegepersonen werden 👧👴


Frage zum Start: 

Kennst du Kinder oder Jugendliche, die schon Verantwortung in der Pflege übernehmen? Oder warst du vielleicht selbst in so einer Situation?

Einleitung:

Wenn wir an pflegende Angehörige denken, kommen uns am häufigsten Bilder von Erwachsenen in den Sinn, die sich um ihre betagten Eltern kümmern. Doch es gibt eine stille Gruppe von Held:innen, die oft übersehen wird: Kinder und Jugendliche, die 

Pflegeaufgaben übernehmen. 🦸‍♂️🦸‍♀️

Ob es um die Unterstützung von Großeltern, kranken Eltern oder Geschwistern mit besonderen Bedürfnissen geht – junge Menschen leisten oft Unglaubliches. Sie wachsen in Rollen hinein, für die es weder Schulbücher noch Tutorials gibt.

Die unsichtbare Last: Was es bedeutet, jung zu pflegen

Für Kinder ist Pflege nicht „nur“ eine Aufgabe – sie wird schnell zum Alltag. Während andere nach der Schule zum Fußballtraining gehen oder mit Freund :innen abhängen, wissen junge Pflegende genau: Zuhause wartet Verantwortung.

  • Hausaufgaben? Ja, aber erst, wenn die Medikamente sortiert sind.
  • Freizeit? Nur wenn Oma gerade einen guten Tag hat.
  • Sorgen? Mehr, als man in ein Teenagerherz packen sollte. 💔

Das Problem? Viele von ihnen merken gar nicht, wie groß ihre Aufgabe wirklich ist. Für sie ist es einfach „normal“.

Kleine Erwachsene im Kinderkörper

Kinder in Pflegerollen entwickeln oft eine enorme Reife. Sie können besser die Medikamente nutzen als der durchschnittliche Erwachsene und haben ein Feingefühl, das man nicht lernen kann. Doch genau das kann zum Problem werden:

  • Sie vergessen, dass sie selbst noch Kinder sind.
  • Sie fühlen sich schuldig, wenn Sie Zeit für sich selbst wollen.
  • Sie trauen sich nicht, um Hilfe zu bitten, weil sie denken, es wird von ihnen erwartet.

Eine kleine Geschichte: „Opa, du bist nicht der Boss hier!“ 😄

Max ist 13. Sein Opa, bei dem er nach der Schule oft ist, hat eine Demenzdiagnose. An einem Nachmittag entscheidet Opa, dass es „jetzt aber Zeit für den Sonntagsbraten“ ist – nur dass eben  Dienstag ist. Max, der eigentlich Mathe lernen müsste, findet sich plötzlich in einer Küchenschlacht wieder: Opa schält rohe Kartoffeln mit der Brotschneidemaschine, während Max versucht, das Chaos zu bändigen.

Nach zehn Minuten Desaster ruft Max laut: „Opa, du bist nicht der Boss hier! Ich bin der Chefkoch!“ Opa hält inne, schaut ihn an und lacht. „Na gut, dann hol mir meinen Küchenhut, Chef!“

Moral der Geschichte? Humor ist oft der Rettungsanker in Momenten, die eigentlich zum Weinen wären. Und Max? Der wird in Mathe nie ein 'Sehr gut' schreiben, aber dafür ein Diplom in Geduld.

Wie können wir junge Pflegende unterstützen?

  1. Erkennen, dass sie Hilfe brauchen:
    Viele Kinder sagen nicht von sich aus, dass sie überfordert sind. Erwachsene müssen genau hinhören und hinschauen.
  2. Zeit für Kind-Sein schaffen:
    Auch wenn sie Verantwortung tragen – sie brauchen Auszeiten, in denen sie einfach nur Kinder sein dürfen.
  3. Offene Gespräche:
    Reden hilft. Über Gefühle, Ängste und den Druck, den sie spüren. Es ist okay, zu sagen: „Das ist viel für dich.“
  4. Netzwerke und Unterstützung:
    Schulen, Vereine oder Selbsthilfegruppen können Entlastung bieten. Manchmal hilft es schon, wenn jemand versteht, was sie durchmachen.

Pflege als Teil des Erwachsenwerdens?

Pflege kann Kinder stark machen. Sie lernen Empathie, Verantwortungsbewusstsein und Durchhaltevermögen. Aber es darf sie nicht zerbrechen.

Tipp:
Ermutige Kinder, sich selbst wichtig zu nehmen. Ein Fußballspiel, ein Kinobesuch oder einfach ein freier Nachmittag kann Wunder wirken. 🎬⚽

Erinnerung:

In meinem Buch „Unser Leben zu dritt, die Demenz, er und ich“ erzähle ich von den kleinen Momenten der Überforderung – und von den großen Momenten des Lachens. Pflege ist anstrengend, aber sie zeigt uns auch, wie wertvoll kleine Freuden sein können.

Abschluss:

Kinder, die pflegen, sind stille Held :innen . Sie verdienen Anerkennung, Unterstützung und vor allem das Recht, auch einfach mal Kind zu sein.

Und dafür habe ich für sie einen Song kreiert (wobei mir natürlich die KI geholfen hat - bin ja keine Songwriterin, nur eine Writerin😁)

Und den Song könnt ihr hier hören: 


Übrigens: Kennst du eine Geschichte von einem jungen Menschen, der pflegt? Oder hast du selbst Erfahrungen gemacht? Teile sie in den Kommentaren – deine Erfahrungen können anderen Mut machen. ❤️

Sonntag, 2. Februar 2025

 

Zukunft planen: Vorsorge für dich und deine Liebsten

Frage zum Start: Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie deine Zukunft aussehen soll? 🕰️ Was ist dir dabei besonders wichtig?

Im Pflegealltag dreht sich vieles um den Moment – das Hier und Jetzt. Doch genauso wichtig ist es, den Blick nach vorne zu richten. Zukunftsplanung ist nicht immer ein leichtes Thema, vor allem wenn es um Vorsorge geht. Doch genau hier liegt eine große Chance: Wer frühzeitig plant, kann sich und seinen Liebsten später viel Stress und Unsicherheit ersparen. Vorsorge ist keine Frage des Alters, sondern der Verantwortung – dir selbst gegenüber
und denen, die dir am Herzen liegen. 💛

Warum Vorsorge so wichtig ist

Niemand denkt gern daran, dass man eines Tages selbst auf Hilfe angewiesen sein könnte. Doch das Leben ist voller Überraschungen, und nicht immer sind sie vorhersehbar. Eine gute Vorsorge gibt dir die Sicherheit, dass im Fall der Fälle alles geregelt ist. Du bestimmst, wie du versorgt werden möchtest und wer deine Angelegenheiten regeln soll.

Für deine Liebsten bedeutet das eine enorme Entlastung. Sie müssen in schwierigen Zeiten keine Entscheidungen treffen, die sie belasten könnten, sondern können sich auf klare Vorgaben verlassen. 🌿

Praktische Tipps für die Vorsorgeplanung

  • Patientenverfügung erstellen: In einer Patientenverfügung legst du fest, welche medizinischen Maßnahmen du in bestimmten Situationen wünschst oder ablehnst. Das gibt dir die Kontrolle über deine medizinische Versorgung. 🏥
  • Vorsorgevollmacht aufsetzen: Mit einer Vorsorgevollmacht bestimmst du eine Person deines Vertrauens, die im Ernstfall Entscheidungen für dich treffen darf – sei es in finanziellen, rechtlichen oder gesundheitlichen Angelegenheiten. 💼
  • Testament verfassen: Ein Testament regelt, was mit deinem Vermögen geschieht. Es sorgt dafür, dass deine Wünsche respektiert werden und beugt Streitigkeiten vor.
  • Finanzielle Absicherung prüfen: Überlege, welche finanziellen Maßnahmen sinnvoll sind – etwa eine Pflegeversicherung, die zusätzliche Kosten abdeckt.

Eine kleine Geschichte aus dem Alltag

Ich erinnere mich an ein Gespräch mit meiner Tante, die nach einem Krankenhausaufenthalt plötzlich meinte: „Weißt du, ich hab jetzt alles geregelt. Ich will, dass ihr es später leichter habt.“ Zuerst war ich überrascht – Vorsorge war bisher kein Thema bei uns. Doch als wir darüber sprachen, merkte ich, wie wichtig es ihr war, uns diese Last zu nehmen. Sie erzählte sogar mit einem Schmunzeln, dass sie ihre Lieblingsmusik für ihre Beerdigung ausgesucht hatte – „damit keiner auf die Idee kommt, langweilige Lieder zu spielen“. 🎵

Dieses Gespräch hat mir gezeigt, wie befreiend das Thema Vorsorge sein kann. Es nimmt nicht nur den Angehörigen eine große Last ab, sondern gibt einem selbst das Gefühl, die Kontrolle zu behalten.

Emotionale Aspekte der Vorsorge

Vorsorgeplanung ist nicht nur eine organisatorische Aufgabe, sondern auch eine emotionale. Es geht darum, sich mit Themen wie Krankheit, Pflegebedürftigkeit und Tod auseinanderzusetzen – Themen, die oft Angst machen.

Doch genau hier liegt auch eine Chance: Indem du dich diesen Themen stellst, gewinnst du Klarheit und Gelassenheit. Du weißt, dass alles geregelt ist, und kannst dich auf das Hier und Jetzt konzentrieren. 😊

Humor als Helfer bei der Zukunftsplanung

Ja, auch bei einem ernsten Thema wie der Vorsorge darf gelacht werden. Humor hilft, die Schwere zu nehmen und offen über Wünsche und Vorstellungen zu sprechen. Warum nicht mit einem Augenzwinkern festlegen, dass es bei der eigenen Beerdigung Kaffee und Kuchen geben muss – und zwar den guten? ☕

Humor schafft Leichtigkeit und ermöglicht es, ein schwieriges Thema auf eine entspannte Weise zu behandeln. Es zeigt, dass Vorsorge nichts mit Resignation zu tun hat, sondern mit Lebensfreude und Verantwortung.

Ein Blick in meine Erfahrung

In meinem Buch „Unser Leben zu dritt, die Demenz, er und ich“ 📖 erzähle ich von den Herausforderungen, die die Pflege mit sich bringt – und davon, wie wichtig es ist, rechtzeitig vorzusorgen. Heute unterstütze ich ehrenamtlich andere pflegende Angehörige dabei, ihre Zukunft zu planen und wichtige Entscheidungen nicht aufzuschieben. Denn ich weiß aus eigener Erfahrung, wie entlastend eine gute Vorsorge sein kann.

Fazit: Vorsorge als Geschenk an dich und deine Liebsten

Vorsorge ist keine Frage des Alters, sondern der Verantwortung. Sie gibt dir Sicherheit und nimmt deinen Liebsten im Ernstfall eine große Last ab. Indem du frühzeitig planst, schaffst du Klarheit und kannst das Leben in vollen Zügen genießen – im Hier und Jetzt.

Frage zum Schluss: Hast du schon mit der Vorsorge begonnen? Welche Schritte möchtest du als Nächstes gehen? Teile deine Gedanken – denn manchmal ist der erste Schritt der wichtigste. 💬🌟

Donnerstag, 30. Januar 2025

Unterstützung finden: Du musst das nicht allein schaffen👫💑

 


Frage zum Start: Hast du schon einmal erlebt, wie entlastend es sein kann, Hilfe anzunehmen? 🤔 Vielleicht hast du ja auch schon festgestellt, dass es manchmal genau das ist, was einem neue Kraft gibt.

Pflegende Angehörige neigen oft dazu, alles allein stemmen zu wollen – aus Verantwortung, aus Liebe oder schlichtweg, weil es „irgendwie schon gehen muss“. Doch die Wahrheit ist: Du musst das nicht allein schaffen! Unterstützung zu suchen und anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke. 💪

Warum Unterstützung so wichtig ist

Der Alltag mit einem demenziell erkrankten Menschen kann kräftezehrend sein. Die ständige Präsenz, die vielen kleinen und großen Herausforderungen – das alles zehrt an den eigenen Ressourcen. Wenn du versuchst, alles allein zu bewältigen, läufst du Gefahr, dich selbst zu überfordern. Doch indem du dir Unterstützung holst, schaffst du Freiräume für dich selbst und kannst neue Kraft tanken.

Unterstützung bedeutet nicht, dass du deine Aufgabe abgibst. Es bedeutet, dass du dir Pausen gönnst, die dringend notwendig sind, um langfristig gesund zu bleiben. Denn nur wenn es dir gut geht, kannst du auch weiterhin für deinen Angehörigen da sein. 🌿

Praktische Tipps, um Unterstützung zu finden

  • Familie und Freunde einbinden: Oft wissen Freunde und Verwandte gar nicht, wie sie helfen können. Sprich sie gezielt an und verteile klare Aufgaben – sei es der wöchentliche Einkauf 🛒 oder ein gemeinsamer Spaziergang mit deinem Angehörigen.
  • Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen: Pflegedienste, Tagesbetreuungen oder Kurzzeitpflege können eine große Entlastung sein. Informiere dich über Angebote in deiner Region.
  • Selbsthilfegruppen besuchen: Der Austausch mit anderen pflegenden Angehörigen kann unglaublich hilfreich sein. Du merkst, dass du nicht allein bist, und bekommst gleichzeitig wertvolle Tipps. 💬
  • Beratungsstellen nutzen: Es gibt viele Anlaufstellen, die pflegenden Angehörigen helfen, den Überblick über finanzielle und organisatorische Unterstützungsmöglichkeiten zu behalten.

Eine kleine Geschichte zum Schmunzeln, so wie sie mir in Telefonaten immer wieder erzählt werden

„Ich erinnere mich an einen Tag, an dem alles schiefging. Mein Vater wollte partout nicht frühstücken, das Telefon klingelte ununterbrochen, und zu allem Überfluss fiel auch noch die Waschmaschine aus. Ich stand kurz davor, zu verzweifeln. Da klingelte es an der Tür – meine Nachbarin stand da und sagte: „Ich habe zufällig Kuchen gebacken. Möchtest du ein Stück?“ In diesem Moment hätte ich sie umarmen können.“

Manchmal sind es die kleinen Unterstützungen, die den größten Unterschied machen. Ein Stück Kuchen, ein freundliches Wort oder das Angebot, kurz mit dem Angehörigen zu plaudern – all das hilft mehr, als man denkt. 😊

Hilfe annehmen: Warum das so schwerfällt

Viele pflegende Angehörige haben das Gefühl, dass sie versagen, wenn sie Hilfe annehmen. Doch das Gegenteil ist der Fall: Hilfe anzunehmen zeigt, dass du Verantwortung übernimmst – nicht nur für deinen Angehörigen, sondern auch für dich selbst. Es ist ein Zeichen von Selbstfürsorge und Weitsicht.

Stell dir vor, du bist ein Marathonläufer. Würdest du mitten im Lauf auf Wasser verzichten, nur weil du es allein schaffen willst? Natürlich nicht! Genauso ist es mit Unterstützung: Sie gibt dir die nötige Energie, um weiterzumachen.

Die emotionale Seite der Unterstützung

Unterstützung ist nicht nur eine praktische, sondern auch eine emotionale Hilfe. Zu wissen, dass man nicht allein ist, gibt Sicherheit und stärkt das Gefühl, getragen zu werden. Ob durch Gespräche, gemeinsame Unternehmungen oder einfach das Wissen, dass jemand da ist – Unterstützung wirkt auf vielen Ebenen.

Gleichzeitig ist es wichtig, sich selbst zu erlauben, Hilfe zu suchen. Es geht nicht darum, alles perfekt zu machen, sondern darum, das Beste zu geben – und das gelingt oft besser, wenn man nicht allein kämpft. 💛

Ein Blick in meine Erfahrung

Als ich selbst in der Situation war, meinen Mann zu pflegen, habe ich anfangs versucht, alles allein zu schaffen. Doch irgendwann merkte ich, dass das nicht geht. Ich lernte, Hilfe anzunehmen – sei es von Freunden, von professionellen Pflegediensten oder durch den Austausch mit anderen Angehörigen.

Heute setze ich mich ehrenamtlich dafür ein, anderen Angehörigen Mut zu machen, Unterstützung zu suchen. In meinem Buch UnserLeben zu dritt, die Demenz, er und ich 📖 erzähle ich von genau diesen Momenten – von den kleinen Hilfen, die Großes bewirken können, und von der Kraft, die man daraus schöpft.

Fazit: Gemeinsam geht es leichter

Unterstützung zu finden und anzunehmen, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke. Es zeigt, dass du Verantwortung für dich selbst und deinen Angehörigen übernimmst. Mit der richtigen Unterstützung kannst du dir Freiräume schaffen, neue Kraft tanken und den Pflegealltag besser bewältigen.

Frage zum Schluss: Welche Unterstützung hat dir bisher am meisten geholfen? Teile deine Erfahrungen – denn manchmal inspiriert genau das jemanden, der gerade dringend einen kleinen Schubs braucht. 💬🌟